- 12.06.2026 Wenn's in Rethmar läuft – Von Gipfelstürmern, Kanalromantik und schnellen Nachwuchstalenten
- 02.06.2026 Nur um 0,06 Sekunden die Norm über 100m für die Norddeutschen Meisterschaften verpasst
- 18.05.2026 Die Tennisabteilung hat einen neuen 2. Vorsitzenden
- 18.05.2026 North Sea Ultra - fast, flat and windy - wo der Name Programm ist
- 11.05.2026 In unserem Fanshop: 🏆 DAS FAN12-TIPPSPIEL ZUR WM
- 12.06.2026 Wenn's in Rethmar läuft – Von Gipfelstürmern, Kanalromantik und schnellen Nachwuchstalenten
- 02.06.2026 Nur um 0,06 Sekunden die Norm über 100m für die Norddeutschen Meisterschaften verpasst
- 18.05.2026 Die Tennisabteilung hat einen neuen 2. Vorsitzenden
- 18.05.2026 North Sea Ultra - fast, flat and windy - wo der Name Programm ist
- 11.05.2026 In unserem Fanshop: 🏆 DAS FAN12-TIPPSPIEL ZUR WM
Sturmfest und erdverwachsen - Laufen bei typisch Norddeutschen Herbstwetter
Auf den 26.10.2025 haben die Marathonis und weitere Läufer des SV Anker lange hin gefiebert. Die einen waren bereits morgens voller Vorfreude, die anderen wollten sich beim morgendlichen Blick aus dem Fenster wieder verkriechen. Doch allen stand ein Lauf mit sämtlichen herbstlichen Wetterverhältnissen bevor. Sturmtief Joshua gab sein Bestes, konnte die Laufgemeinschaft jedoch nicht von ihrem Start abbringen. Per Auto oder Bahn ging es nach Braunschweig, denn zusammen mit der Sparkasse und der Brauerei Wolters hatte das hiesige Laufsportgeschäft sportTREND zu den Braunschweiger Lauftagen geladen. Schon bei der Anmeldung musste man schnell sein, war doch die Teilnehmerzahl begrenzt.
Insgesamt 1.433 Läuferinnen und Läufer fanden sich bei Regen und Sturm am Startpunkt ein. Um 10.00 Uhr fiel die Klappe für den Halbmarathon. Die Strecke über 21,1 km war anspruchsvoll, und das nicht nur wegen der wetterbedingten Widrigkeiten. Wer glaubte, er liefe im Norddeutschen Tiefland, wurde jäh enttäuscht. Über 60 m Höhenunterschied zeigte die Uhr am Ende, für die meisten völlig überraschend. Doch allen voran Trainerin Daniela Lemke ließ sich von ihrem Ziel nicht abbringen. Die persönliche Wunschzeit vor Augen spurtete sie los und kam als Erste der Ankeraner Gruppe nach 1:47,57 Stunden und damit als Zweite ihrer Altersklasse (W45) ins Ziel. Es folgten Andreas Hustedt, Jan Leistner, Cathleen Rodenstein, Oliver und Anne Seibt, Nadine Engel, Sophie Funke, Dina Füllkrug und Jasmin Behrens. Wer sich an den Verpflegungsstationen unterwegs noch nicht ausreichend versorgt hatte oder den Energiehaushalt wieder auffüllen wollte, konnte sich, angekommen im Ziel, mit Tee aufwärmen oder mit Banane und Gebäck stärken. Allen war die Erleichterung, angekommen zu sein und vielleicht sogar die persönliche Bestzeit erlaufen zu haben, ins Gesicht geschrieben.
Nun traf man auch wieder mit den übrigen Mitgliedern der Laufgruppe zusammen, die sich auf den 5 km bzw. 10 km Rundkurs gewagt hatten. Beide Läufe starteten kurz nach dem Halbmarathon, wobei die 5 km Läufer im näheren Umfeld, im Bereich des Bürgerparks, blieben, die 10 km Strecke dagegen nach Süden um den Südsee führte. Die Meisterung dieser schönen Strecke, deren landschaftliche Vorzüge an diesem Tag nur wenig begeistern konnten, hatte sich Bianca Schindler vorgenommen und diese Aufgabe auch erfolgreich beendet. Sie konnte noch vor den Marathonis den Lauf Revue passieren lassen.
Der SV Anker schickte zudem vier unerschrockene Nachwuchsläufer ins 5km-Rennen. Der Schnellste war Karl Füllkrug, der sich als Drittplatzierter in der männlichen U12 über seine Leistung freute. Gleich hinterher kam das mit ihm gestartete Trio, bestehend aus Joris und Mara Engel sowie Fielena Seibt, wieder am Bruchtorwall an.
Auch dem Moderator bleiben die Gadenstedter Läufer in Erinnerung. Bei all den Teilnehmern stellte er überrascht fest, dass hier offenbar eine große Gruppe angereist war, um sich mit Joshua zu messen. Der Sieg ging ganz klar an alle Teilnehmer der Veranstaltung. Aufgeben aufgrund des Wetters war keine Option, nicht antreten schon gar nicht. Zugegeben, um 6.45 Uhr kam zumindest mir der Gedanke, heimlich die Gruppe zu verlassen. Wer hatte bloß die Idee gehabt? Aber spätestens um 12.30 Uhr war deutlich, dass alle Teilnehmer wahrlich keine Schönwetterläufer sind. Und auch die Zuschauer an der Strecke, die das heimische Sofa nicht festhalten konnte, haben dem Wetter zum Trotz die Läuferinnen und Läufer angefeuert, motiviert und damit dem einem oder anderen zum Durchhalten verholfen. Zurück in heimischen Gefilden wartete die ein oder andere verdiente Belohnung auf die Ankeraner.
Und wenn der Muskelkater vergangen, das leise Fluchen in den Braunschweiger Hügeln vergessen und die Sportschuhe gewaschen bereitstehen, geht es wieder weiter für uns. Alte Grenzen überwinden, neue Ziele stecken … macht mit: It's Time to run!
Anne Seibt
Bild zur Meldung: Sturmfest und erdverwachsen - Laufen bei typisch Norddeutschen Herbstwetter













